Geschafft - sämtliche Prüfungen sind hinter mich gebracht, das letzte Referat zusammen geschustert und gehalten und auch alle sonstigen ausstehenden studentischen Pflichten kann ich mit einem Häckchen ad acta legen. Das gesamte Wissen wurde einfach nur schnell "reingefressen" und zur richtigen Prüfung quasi wieder "ausgekotzt". Anders kann man es nicht beschreiben. Bei 6 Prüfungen an 3 Tagen und dazwischen noch ein Referat, kann man nicht mehr von verständnisintensivem Lernen sprechen. Hauptsache man besteht, hauptsache die Matrikelnummer steht unter dem kleinen, aber entscheidenden Wörtchen "bestanden" auf der Liste, welche heiß begehrt und zugleich mit zitternden Händen und Knien begutachtet wird. Lehrreich ist dieses System wohl nicht. Mit Druck lernen, bestehen, alles wieder vergessen und dann noch schnell bis zum Abgabetermin der schon jedem wieder im Nacken sitzt 3-4 Hausarbeiten irgendwie aus den Fingern saugen. Platz für Kreativität bleibt da nicht viel. Langzeitstudenten möchte man vermeiden, ja deshalb darf man die Prüfung, falls nicht bestanden, nochmal schreiben. Dann wirds aber schon kritisch. Wenn man dann immer noch durch fällt, bleibt noch ein Härtefallantrag, welcher gut zu begründen, schwer zu erhalten und nur einmal zu bekommen ist. Danach - Adé Studiengang.
Will ich mal das auf das Beste hoffen und möglichst nicht in den Recall kommen - nein der kann mir gestohlen bleiben. Bei manchen Prüfungen wirds bestimmt knapp, aber ich hoffe auf wohlgesinnte Dozenten und bleibe Standfest.
Jetzt sind Semesterferien angesagt und von der Uni will ich erstmal nichts mehr wissen.
Donnerstag, 17. Juli 2008
Donnerstag, 10. Juli 2008
Hartz4 - Dynastie
Eine interessante Wortneuschöpfung wie unsere Professorin fand - und somit schlägt sich der sowieso schon viel zu sehr gequälte Student nun auch noch mit solchen Wörtern herum. Die Prüfungen stehen mal wieder ins Haus und der gemeine Student merkt mal wieder, dass er das ganze Semester durch doch mehr hätte tun sollen, als noch genügend Zeit war, aber wichtige Dinge wie EM-Spiele oder soziale Kontakte sich ihm in den Weg zu den Büchern stellten, und er in der Konsequenz nun noch viel zu viel Lernstoff vor sich hat. So wühl ich mich nun durch Flexionsmorpheme, Derivationen, Kopulativ Komposita und stoße auf solche Beispiele, die man als Germanistikstudent in der Lexikologieprüfung dann vorglegt bekommt um diese doch mal ordentlich auseinander zu puzzeln, einzurordnen, zu erklären oder irgendwelche Begriffsdefinitionen und Frames dazu anzufertigen. Ganz toll. Da das Fach an sich zu großen Teilen aus sehr abstrakten Themengebieten besteht und sich jeder normale Mensch immer wieder fragt - was nützt es? - versuchen die Dozenten wenigstens mit solch wahnwitzigen Beispielen entweder besonders aktuell oder lustig und erheiternd zu wirken. Leider sind sie dann auch mit den lautstarken Protesten und Diskussionen, welche um einzelne Silben und Morpheme entflammen, überfordert und so wird das ganze wieder kurzer Hand unter "Sonderfall" abgestempelt. Bleibt zu hoffen, dass die Klausur nicht ähnlichen Unterhaltungswert enthält. Beim Wort "Schweif" waren einige Komilitonen und auch die, eigentlich immer latent überforderte, Dozentin der Meinung, es handele sich hier um den poetisch-gehobenen Sprachstil. Ein dreiviertel des Kurses, darunter auch ich, waren nicht der Ansicht und ordneten es in den normalen Sprachstil ein. Wieder mal entbrannte eine sehr schöne Diskussion. Die Seminarleiterin wollte die Situation retten - es säßen wohl Pferdebegeisterte im Seminar - wobei sie nun ganz die Kontrolle über die Ruhe und Mitarbeit verlor. Ich sagte ihr dann, wir seien einfach Dorfkinder und wüssten, dass das Pferdchen kein Schwanz wie eine Kuh sondern nun mal nen Schweif hat und Kühe nicht lila sind wie in der Werbung. Meine Komilitonen gaben mir Recht. Sie war überfordert und es wurde wieder das schöne Wort "Sonderfall" in den Raum geworfen.
Ja so geht es zu kurz vor den Prüfungen. Die Bibliothek ist voll, der Kaffeekonsum steigt, allgemeine Hektik und Stress ist deutlich überall zu spüren. Richtige Menschen werden wir wohl erst wieder nach nächster Woche. Dann ist das Sommersemester nämlich rum und der geplagte Student kann sich erholen. Bis zum Oktober. Da solls wohl doch dann mal irgendwann weiter gehen. Dazwischen liegen aber mehrere Hausarbeiten, Essays, Berichte und vor allem Spaß, Freude und Freunde und die Ankunft eines lang vermissten Auswanderers.
Ja so geht es zu kurz vor den Prüfungen. Die Bibliothek ist voll, der Kaffeekonsum steigt, allgemeine Hektik und Stress ist deutlich überall zu spüren. Richtige Menschen werden wir wohl erst wieder nach nächster Woche. Dann ist das Sommersemester nämlich rum und der geplagte Student kann sich erholen. Bis zum Oktober. Da solls wohl doch dann mal irgendwann weiter gehen. Dazwischen liegen aber mehrere Hausarbeiten, Essays, Berichte und vor allem Spaß, Freude und Freunde und die Ankunft eines lang vermissten Auswanderers.
Dienstag, 1. Juli 2008
Nachruf
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